Gewaltfreie Kommunikation
"Mitgefühl beginnt bei dir selbst"
1. KURZBESCHREIBUNG
Dieser Workshop führt Ihr Team in die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg ein – als Methode und als Haltung zugleich. Gemeinsam erforschen Sie, wie Gefühle und Bedürfnisse unser Handeln beeinflussen und wie sich Zusammenarbeit verändert, wenn sie bewusst wahrgenommen und ernst genommen werden. Im Mittelpunkt steht die Selbstreflexion am eigenen Beispiel: Sie üben, innezuhalten, sich selbst und andere klarer wahrzunehmen und Gespräche so zu führen, dass Verbindung und gegenseitiges Verständnis entstehen. Der Workshop ist prozessorientiert und wird individuell an die Themen und Dynamiken Ihres Teams angepasst.
2. ZIELE DES WORKSHOPS
- Bewusstsein für die eigenen Gefühle und Bedürfnisse entwickeln
- Eine empathische Haltung kultivieren – sich selbst und anderen gegenüber
- Eigenverantwortung stärken
Dahinter steht ein Verständnis von Gewaltfreier Kommunikation, das über Gesprächstechnik hinausgeht: Sie ist ein Weg zu mir selbst und ein Weg, mich besser zu verstehen. Mitgefühl beginnt bei einem selbst, bevor es im Miteinander wirksam wird.
3. ZENTRALE FRAGEN, DENEN DER WORKSHOP NACHGEHT
- Was ist Gewaltfreie Kommunikation – als Haltung, nicht nur als Technik?
- Wie hängen meine Gefühle mit meinen unerfüllten Bedürfnissen zusammen?
- Was steckt hinter Aussagen, die bei mir Widerstand oder Ärger auslösen?
- Wie gelingt es mir, in schwierigen Gesprächen ruhig und klar zu bleiben?
- Was bedeutet Empathie im beruflichen Kontext – und wie übe ich sie, ohne mich selbst zu verlieren?
- Wie verändert sich Zusammenarbeit, wenn Gefühle und Bedürfnisse bewusst wahrgenommen werden?
4. KURSINHALTE – WAS SIE AM WORKSHOPTAG ERARBEITEN
4.1 Ankommen – Raum für das, was gerade da ist
Sie starten mit einer bewussten Ankommensphase: Sie nehmen sich Zeit, um zur Ruhe zu kommen, den Arbeitsalltag hinter sich zu lassen und sich auf den gemeinsamen Prozess einzulassen. Diese bewusste Pause schafft die Grundlage für Offenheit und echte Begegnung – und ist zugleich erste gelebte Praxis von Innehalten.
4.2 GFK als Methode und Haltung – die vier Unterscheidungen
Sie lernen das Grundmodell der Gewaltfreien Kommunikation kennen: die vier Schlüsselunterscheidungen – Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte – und erfahren, warum sie mehr sind als eine Technik. Gemeinsam klären wir den Unterschied zwischen einer wertenden Beobachtung und einer neutralen Beschreibung, zwischen einem Gefühl und einem Gedanken, zwischen einer Strategie und einem universellen Bedürfnis.
4.3 Gefühle und Bedürfnisse erforschen
Sie tauchen ein in die Welt der Gefühle und Bedürfnisse: Sie erweitern Ihren emotionalen Wortschatz und erkennen, welche universellen menschlichen Bedürfnisse hinter alltäglichen Situationen stehen. Zwei Unterscheidungen stehen dabei im Mittelpunkt: der Unterschied zwischen einem echten Gefühl und einem Pseudo-Gefühl – also einem verkleideten Gedanken wie „ich fühle mich übergangen” – und der Unterschied zwischen einer Strategie und dem eigentlichen Bedürfnis dahinter. Auch Körperreaktionen kommen zur Sprache: Sie üben, Gefühle nicht nur zu benennen, sondern zu erspüren. Genau an diesen Punkten geht Gewaltfreie Kommunikation über bloß „netteres” Formulieren hinaus.
4.4 Üben entlang der vier Schritte
Zu jeder der vier Unterscheidungen gibt es eine eigene Übung, in der Sie die Unterscheidung unmittelbar erfahrbar machen: Beobachten ohne zu bewerten, die eigene Gefühlspalette erweitern, Pseudo-Gefühle von echten Gefühlen unterscheiden, Bedürfnisse benennen und schließlich prüfen, ob eine Formulierung eine Bitte oder doch eine Forderung ist. So wird das Modell Schritt für Schritt vertraut, bevor Sie es als Ganzes anwenden.
4.5 Selbstreflexion am eigenen Beispiel – der Kern des Workshops
An einem persönlichen Beispiel aus Ihrem Berufsalltag durchlaufen Sie den GFK-Prozess: von der Beobachtung über das Gefühl und das Bedürfnis bis zur konkreten Bitte. Sie üben, innere Bewertungen von Fakten zu unterscheiden und Verantwortung für die eigenen Gefühle zu übernehmen – ohne Schuldzuweisungen. Diese Selbsterfahrung macht die Methode erfahrbar.
4.6 Abschluss – ein gemeinsames Verständnis
Der Workshop endet damit, dass das ganze Team denselben Weg gemeinsam gegangen ist: dieselben Begriffe, dieselbe Haltung, dieselbe Erfahrung von Selbstreflexion. Genau dieses gemeinsame Verständnis ist der Übertrag in den Alltag – nicht als Liste von Regeln, sondern als geteilte Sprache und Haltung, die die Zusammenarbeit im Team von innen heraus leichter machen kann.
5. METHODEN
- Fachlicher Impuls zu den vier Schlüsselunterscheidungen der GFK
- Einzelübungen zu jedem der vier Schritte – vom Beobachten bis zur Bitte
- Arbeit mit Gefühls- und Bedürfnislisten sowie mit Körperwahrnehmung
- Unterscheidungsübungen: Pseudo-Gefühl oder echtes Gefühl, Bitte oder Forderung
- Selbstreflexionsübung an einem persönlichen Beispiel aus dem Berufsalltag
- Austausch zu zweit und in der Gruppe
- Plenumsrunden zum gemeinsamen Austausch
- Prozessorientierte Begleitung – der Workshop wird an die spezifischen Themen und Dynamiken Ihres Teams angepasst
6. IHR KOMPETENZGEWINN
Nach dem Workshop
- kennen Sie die vier Schlüsselunterscheidungen der Gewaltfreien Kommunikation und haben sie an einem eigenen Beispiel erprobt.
- können Sie Gefühle von Gedanken und Bewertungen unterscheiden.
- verstehen Sie Bedürfnisse und können sie in Verbindung bringen.
- haben Sie Werkzeuge zur Selbstregulation und für empathischen Kontakt kennengelernt und geübt.
- können Sie Bitten so formulieren, dass sie als Bitte und nicht als Forderung ankommen.
- verfügen Sie über mehr Klarheit für sich selbst in Gesprächen und Entscheidungssituationen.
Weil das ganze Team denselben Prozess gemeinsam durchlaufen hat, teilen Sie am Ende ein
gemeinsames Verständnis von Kommunikation und Haltung – eine geteilte Sprache, die die
Zusammenarbeit im Alltag leichter machen kann.
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Wann?Freitag, 9. Oktober 2026, 9:00 – 16:00
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Wo ist das?Bildungsinstitut, Raum 2Herzbergstraße, 87-99, 2.OG10365 Berlin
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Kosten
225,00 €, ermäßigt 50,00 €
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Mehr Informationen
Dozenten: https://xn--mitgefhl-c6a.berlin/